1. Seit der Multiplikator*innenschulung Anti-Bias begleitet das Forum Eltern und Schule das Netzwerk. Diese besondere Perspektive im Bereich Integration und Zuwanderung nimmt der Ansatz des ANTI-BIAS (als Perspektive der Voreingenommenheit im Spannungsfeld gesellschaftlicher Strukturen und Machtverhältnisse) in den Blick. In Kombination mit dialogischen Verfahren bietet er diverse Möglichkeiten für eine interkulturelle Entwicklung für die Organisation, Kommune oder Schule. Die im Bildungsjahr 2016 durchgeführte Multiplikator*innenschulung wird seitdem im Rahmen von Erweiterungs- und Weiterentwicklungsbausteinen fortgesetzt.

2. Gedenkstättenfahrt – Auschwitz 2017

Die Geschichte von Auschwitz ist eng mit der Geschichte des Naziregimes des Deutschen Reiches verbunden. Es ist aber nicht nur die Vergangenheit, die uns zu diesem Ort führt, sondern der Ort selbst soll als gelebte Erinnerungskultur präsent sein. Einen besonderen Zugang ermöglicht dabei das Projekt „Zweitzeugen“ (siehe www.heimatsucher.de).

Die Gedenkstättenfahrt ist nicht nur die Begegnung mit einem der schwärzesten Kapitel Europas und Deutschlands, sondern auch Begegnung mit der eigenen Haltung und heutigen politischen Fragen, die angesichts aktueller politischer Entwicklung notwendig sind zu stellen.

Auf der Fahrt werden folgende Orte mit ihren Themen besucht: Das Museum Auschwitz mit dem Stammlager und das Außenlager mit seiner Geschichte. Dabei wird in Begegnung in einem Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen politischen Häftling dervor Ort auf einer persönlichen Ebene erfahrbar gemacht. Die Führungen und der Besuch in den Städten Auschwitz/Oświęcim und Krakau/Kraków bieten die Möglichkeit, das jüdische Leben in der Vergangenheit nachvollziehbar greifbar? zu machen und das heutige Leben zu erleben. Der damalige Alltag, der sich stetig vertiefende Prozess der Trennung bis zum Völkermord und aber auch der sich währenddessen organisierende Widerstand der damaligen Zeit sind Thema. Der Besuch der Nationalausstellungen erweitert den Blick auf verschiedenartige Formen von Rassismus neben dem Antisemitismus, beispielsweise auf den Antiziganismus in unserer heutigen Zeit.

Im Laufe des Bildungsurlaubes werden unsere eigenen persönlichen Haltungen in den Blick genommen und eine Übertragung auf heutige Notwendigkeiten des politischen Engagements durchgeführt (Anti-Rassismus, Rechtsextremismus in Abgrenzung zu Dimensionen einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung). Was heißt das für jeden Einzelnen?

Dokumentationen der Fahrt dienen der persönlichen Vergewisserung und sollen in einer Vervielfältigung und Veröffentlichung für weitergehende Projekte genutzt werden.

3. Antisemitismus, Rechtsextremismus

Antisemitische Gewalttaten haben in den letzten Jahren erschreckend zugenommen. Wie Umfragen zeigen, sind antisemitisches Denken und antisemitische Stereotype stark verbreitet und der organisierte Rechtsextremismus propagiert sie offen.

Ausgehend von verbreiteten antisemitischen Stereotypen und „Bildern“ bietet das Seminar die Möglichkeit, sich mit Erklärungs­ansätzen für antisemitisches Denken und Verhalten auseinanderzusetzen. 

Neben der Auseinandersetzung mit den klassischen Er­scheinungsformen des Antisemitismus wird sich das Se­minar auch mit dem Antizionismus und der „Israelkritik“ beschäftigen und diese auf ihren möglichen antisemitischen Gehalt befragen.

Im Seminar werden abschließend mit den Teilnehmer*innen konkrete Argumentations- und Verhaltensmuster gegen Antisemitismus erarbeitet.

4. Um der Frage nach dem „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ nachzugehen, führen wir Seminare und Workshops mit den unterschiedlichsten Zielgruppen durch. Damit soll ein starker partizipativer wie inklusiver Impuls gesetzt werden. Das Erleben von Selbstwirksamkeit und das Erarbeiten von eigenen Handlungsoptionen stehen dabei im Vordergrund.

Als neuer Formen der Anti-Rassismusarbeit führen wir Seminare im Bereich „Hate Speech“ und „Gegen Stammtischparolen“ durch.

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