Bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Schulen, Kommunen wie auch anderen Institutionen und Organisationen wird deutlich, dass Inklusion nicht nur eine Leitidee für den menschenwürdigen Umgang mit Unterschieden und Vielfalt in unserer Gesellschaft ist. Inklusion als gesellschaftliche und organisationale Herausforderung bedarf Prozesse, die in unseren Arbeitsfeldern mit ihren spezifischen Strukturen vielen Anforderungen unterliegen.

Immer sind diese Prozesse demokratisch-partizipativ und in einer inklusiven Ausrichtung angelegt. Sie benötigen offene Haltungen auf allen Ebenen und fordern gleichzeitig sie eine gemeinsame Zielorientierung sowie Visionen. Sie benötigen die Bereitschaft, sich selbst und die Organisation (Schule, Quartier etc.) in Bewegung zu bringen und zu halten. Diese Veränderung mittels gelingender Methoden und Settings gemeinsam zu gestalten und nachhaltig zu begleiten, ist die Aufgabe des/r Inklusionsprozessbegleiter*in.

Dabei muss dieses grundlegende Prozessverständnis auf die individuellen Strukturen und Fragestellungen vor Ort hin untersucht und „übersetzt“ werden.

Die Fachtage: Inklusion auf dem Weg – Wo stehen wir? – Umgang mit Vorbehalten und Widerständen. Dabei helfen uns 4 unterschiedliche Blickwinkel: 

– Vielfalt – Potenziale nutzen – Umgang mit Widerstand

– Rolle und Funktion von Steuerungs- und Leitungsgruppen, 

– Partizipatives Vorgehen – Raum für Mitgestaltung

– Inklusionssensibilisierende Maßnahmen – Blick auf Barrieren

 

Grundverständnis, Prinzipien und Strukturen für die Inklusionsprozessbegleitung und die Qualifizierung zum Inklusionsprozessbegleitung basieren auf der achtjährigen Erfahrung der Montag Stiftung mit diesem Konzept. Sie wird nun vom Forum Eltern und Schule, in Kooperation mit dem Institut für Teamarbeit (Köln) angeboten.

Inklusion zielt vor allem auf eine Veränderung der Gesellschaft ab, auf Veränderung von Strukturen und nicht zuletzt von Haltungen jedes Einzelnen. Inklusion bezeichnet also einen Entwicklungsprozess, in dem die beteiligten Menschen Gestaltungsmöglichkeiten haben müssen. Dafür sind eine nachhaltige Strategie und fundierte Ausbildung unerlässlich.