Die Grundidee für unseren deutsch – französischen Austausch und  Begegnungen  :

Entstanden ist diese Idee in den 80er Jahren durch die Kooperation  von aktiven gewerkschaftlichen 

Betriebsgruppen in der Auto-Industrie (  Opel/General Motors/ Daimler/ etc)  mit Gewerkschaften in derselben Branche ( Renault und Peugeot) in Frankreich. 

Dabei stehen die gegenseitigen Berichte über Aktivitäten, Erfahrungen und Konflikte als Basis für eigene Überlegungen zur Verfügung. Voneinander zu lernen, das Vorstellungsvermögen zu erweitern, vor allem aber auch durch das Kennenlernen der französischen Verhältnisse  ein wenig Distanz zu bekommen zu den eigenen bundesdeutschen Verhältnissen.

Die Neugier wecken auf andere Funktionsweisen – was unterscheidet eine basisorientierte alternative Gewerkschaftspraxis wie bei Sud Solidaires in Frankreich von den  gewerkschaftlichen Praktiken bei der IG Metall oder im DGB ?

Ziel ist es, die eigene Enge ein wenig zu erweitern und zu öffnen und neue Möglichkeiten für die gewerkschaftliche Praxis und das gesellschaftliche Denken und Handeln vor Ort im eigenen Betrieb und in der eigenen sozialen Welt  zu entdecken.

Diese Idee des  gegenseitigen Lernens , um das eigene Vorstellungsvermögen zu bereichern, ist bis heute die Grundidee unserer BU- Wochen.

Was sich verändert hat seit den 90er Jahren:

Heute nehmen an unseren Bildungsurlaubswochen in Frankreich zunehmend gesellschaftliche Akteure aus den unterschiedlichsten  Bereichen teil, die sich austauschen wollen mit Akteuren aus Frankreich. Dabei sind zivilgesellschaftliche Akteure und am Prozess Interessierte dabei.

Seit den grossen Massen- Streiks 1995 in Frankreich findet sich diese Erweiterung. Einerseits wollen wir die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede in dem gesellschaftlichen Prozess in Frankreich kennenlernen  im Vergleich zur bundesrepublikanischen, hinzu kommen dann aber auch Gespräche und Begegnungen mit Akteuren aus bestimmten gesellschaftlichen Branchen und Aktionsfeldern.

Das kann dann auch zu gemeinsamen Aktionen und  einer längerfristigen Kooperation führen zwischen den Beteiligten :

Beispiele :  

Gegenseitige Treffen von Betriebsgruppen / Ford – Renault und Daimler/  Solidaritätsaktionen

Transnationales Treffen von Flüchtlingsinitiativen / Kiel-Marseille – Paris – Rouen /, die sich dann eigenständig vernetzt haben

Solidaritätskampagnen zu einzelnen Themen